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Pide - Türkisches Fladenbrot

Pide – Türkisches Fladenbrot

by SUPPENHÜHNCHEN on MAY 29, 2012

Heute zeige ich wie man türkisches Fladenbrot ganz einfach selbst machen kann. Die Zutaten, die man dafür braucht, sind ganz gewöhnlich und die Zubereitung ist sehr einfach. Hauptsächlich braucht man wie für alle Hefe-basierten Teige viel Geduld!

Ich koche oft türkische, arabische und orientalische Gerichte. Fladenbrot eignet sich dafür immer gut als Beilage. Es gibt unzählige Arten von Fladenbroten: dünne, dicke, runde, ovale, weiche, knusprige, süße und herzhafte. Das hier beschriebene Brot kommt aus der Türkei und wird dort Pide genannt. Es ist rund, weich und luftig und wird üblicherweise mit Sesamsamen und schwarzen Zwiebelsamen bestreut.

Wie schon gesagt erfordert das Rezept ein bisschen Geduld: Zuerst wird ein Vorteig angerührt, der etwa 10 Minuten “gehen” muss. Dann wird der eigentliche Teig geknetet, der mindestens eine Stunde gehen muss. Zuletzt wird ein runder Teigfladen geformt und auf ein Backblech gelegt. Dieser muss dann auch noch mal 20 Minuten gehen. Dieser letzte Schritt ist sehr wichtig, damit das Brot direkt vor dem Backen aufgeht und schön dick und luftig wird. Wenn man hier die Geduld verliert, erhält man leider nur einen platten Fladen, der außen hart und innen noch nicht durchgebacken ist.

Wenn man folgende Tipps beachtet, ist Brotbacken ein Leichtes und man kann sich einige Enttäuschungen ersparen. Ein paar Tipps zu türkischen Lebensmitteln gibt es in diesem Beitrag.

Tipps & Tricks:

  • Während der Teig geht, sollte er immer mit einem Geschirrtuch abgedeckt sein und an einem warmen Ort stehen, z.B. direkt neben der Heizung. Steht der Teig einfach nur im Kalten, wird die Hefe nicht aktiv und der Teig geht nicht auf. Es ist wirklich wichtig den Teig in allen 3 Schritten gut gehen zu lassen, da das Brot sonst zu fest wird. Aus dem gleichen Grund verwendet man auch handwarmes Wasser und auf keinen Fall kaltes.
  • Man verwendet für den Vorteig nur ganz wenig Zucker (1/2 TL), denn das Brot soll eigentlich nicht süß werden. Der Zucker ist aber wichtig, damit die Hefe aktiv wird und der Teig anfängt zu gehen.
  • Es ist wichtig den Teig beherzt und mit viel Druck aus den Handgelenken zu kneten. Er muss glatt und geschmeidig werden.
  • Wenn der Teig beim Kneten zu sehr an den Händen klebt, kann man die Hände mit ein paar Tropfen Olivenöl einreiben. Die Hände zu bemehlen hilft bei diesem Teig nicht, im Gegenteil, es macht nur den Teig zu trocken.
  • Während des Backens ein kleine Schale mit Wasser auf den Boden des Backofens stellen. Das Wasser verdunstet und so entsteht eine hohe Luftfeuchtigkeit im Ofen. Dadurch wird verhindert, dass die Brote zu trocken werden.

Zutaten für 2 Brote

Für den Vorteig:
14 g Trockenhefe
1/2 TL Zucker
60 g Mehl

435 g Weizenmehl
1 1/2 TL Salz
80 ml Olivenöl
1 Ei
Sesamsamen
schwarze Zwiebelsamen

Zuerst wird der Vorteig angerührt. Dazu in einer Schüssel die Trockenhefe und den Zucker mit 125 ml lauwarmem Wasser verrühren und das Mehl (60 g) untermischen. Die Flüssigkeit glatt rühren und an einem warmen Ort 10 Minuten abgedeckt gehen lassen. Danach sollte sich das Volumen des Vorteiges vergrößert haben und der Teig sollte etwas dickflüssiger sein.

Nun wird der eigentliche Brotteig geknetet. Mehl und Salz in eine Schüssel sieben und in die Mitte eine Mulde drücken. Den Vorteig zusammen mit 250 ml lauwarmem Wasser und dem Olivenöl in die Mulde gießen. Nun kann man zunächst alles mit einem breiten Messer gut durchmischen und dann mit den Händen kräftig durchkneten.

Eine große Schüssel mit etwas Olivenöl einschmieren. Den Teig zu einer Kugel formen und in die eingeölte Schüssel legen. Mit einem Geschirrtuch abdecken und an einem warmen Ort mindestens 1 Stunde gehen lassen. Das Volumen des Teigs sollte sich in diesem Schritt verdreifachen.

Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen und das Papier mit etwas Olivenöl bestreichen. Den Teig, nachdem er genug aufgegangen ist, in zwei gleichgroße Stücke teilen und jedes Stück nochmal durchkneten, zu einem runden Fladen formen und auf das Backblech legen. Mit der flachen Hand den Teigfladen nochmal ein bisschen auseinander ziehen, so dass er schön rund ist. Optimalerweise zieht der Teig sich von selbst wieder etwas zusammen. Das ist normal und zeigt, dass er schön geschmeidig ist. Nun die Backbleche mit Geschirrtüchern abdecken und wieder gehen lassen, diesmal mindestens 20 Minuten. In diesem Schritt geht der Fladen nochmal etwas auf und es bilden sich Luftbläschen im Teig, die das Brot locker und luftig machen.

Nach dem Gehen mit dem Zeigefinger in regelmäßigen Abständen kleine Vertiefungen in die Teigoberfläche drücken. Das Ei verquirlen und sparsam auf die Teigfladen streichen. Die Brotlaibe mit Sesamsamen und schwarzen Zwiebelsamen bestreuen.

Den Backofen auf 220 °C (Umluft 200 °C) vorheizen. Die Brote nacheinander 12 bis 15 Minuten goldbraun backen. Dabei eine kleine Schale mit Wasser auf den Boden des Backofens stellen.

Zutaten für den Brotteig

Vorteig

Zuerst den Vorteig anrühren …

Aufgegangener Vorteig

… und etwas gehen lassen.

Teigzutaten

Nun wird der eigentliche Brotteig vorbereitet.

Brotteig anrühren

Die Zutaten zunächst grob durchmischen …

Teig kneten

… und dann geschmeidig kneten.

Brotteig

 

Den fertig gekneteten Teig zum Ruhen in eine geölte Schüssel geben …

Teig gehen lassen

 

… und mit einem Geschirrtuch abdecken. Nun ist Geduld gefragt. Der Teig sollte mindestens eine Stunde an einem kuschlig warmen Ort gehen.

Aufgegangener Brotteig

Danach sollte er etwa so aussehen.

Teig ausrollen

Jeweils die Hälfte des Teiges nochmals durchkneten, kreisförmig ausrollen und auf ein gefettetes Backblech legen.

Brotlaib gehen lassen

NOCHMAL 20 Minuten gehen lassen! Das ist sehr wichtig, denn wie man sieht …

Aufgegangener Brotlaib

… ist der Teig noch mal schön aufgegangen. Nur so wird er luftig!

Löcher pieksen

Vor dem Backen Vertiefungen in die Oberfläche des Brotlaibs drücken.

Mit Sesam- und Zwiebelsamen bestreuen

Mit dem verquirlten Ei bestreichen und mit Sesam- und Zwiebelsamen bestreuen.

Brot fertig zum Backen

 

fertig gebackenes Fladenbrot

Nach dem Backen: ein perfektes, goldbraunes Fladenbrot. Außen knusprig …

Luftiges Fladenbrot

… und innen luftig und weich.

Zwei Fladenbrote

 

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