ESL-Milch ist für Verbraucher keine „Frischmilch“

von lebensmittelklarheit

frische Milch

frische Milch© SM Web – Fotolia.com

Frische ist eines der wichtigsten Kriterien beim Lebensmitteleinkauf. Die Angabe „frisch“ passt aber aus Verbrauchersicht nicht immer zu den damit beworbenen Lebensmitteln. Die repräsentative Verbraucherforschung des Projektes Lebensmittelklarheit.de zeigt für ESL-Milch: Für die meisten Verbraucher ist sie keine „Frischmilch“.

„ESL“ ist die Abkürzung für „extended shelf life“ und steht für eine längere Haltbarkeit. Im Gegensatz zur herkömmlichen Frischmilch wird ESL-Milch teilweise oder vollständig auf Temperaturen von etwa 120 bis 130 °C erhitzt. Dadurch ist sie ungeöffnet und gekühlt bis zu vier Wochen haltbar. Lebensmittelrechtlich gilt ESL-Milch als Frischmilch.

Die repräsentative Verbraucherstudie des Projektes Lebensmittelklarheit.de untersuchte, ob Verbraucher die Bezeichnung „Frischmilch“ für ESL-Milch für zutreffend halten. Dabei wurden zwei unterschiedliche Herstellungsverfahren – mit und ohne Mikrofiltration – separat abgefragt. Das Ergebnis zeigt: Nur etwa 20 Prozent der Verbraucher beantworten die Frage, ob die Bezeichnung „Frischmilch“ für diese Milchsorten passt mit „ja“ oder „ja, auf jeden Fall“.

(Diagramm zum Download: siehe unten)

Die Bezeichnung „Frischmilch“ auf länger haltbarer Milch entspricht somit nicht der Verbrauchererwartung.

Für die Studie wurden 750 deutsche Verbraucher im Oktober und November 2014persönlich interviewt. Durch Quotenvorgabe ist die Stichprobe im Hinblick auf Alter, Geschlecht, Einkommen, Bildungsstand, Haushaltsgröße und Wohnort repräsentativ für die deutsche Bevölkerung.

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